Historisch Wohnen 



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Historische Baustoffe aus Mecklenburg 


Im schönen Neubrandenburg am Tollensesee, inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte, bietet Brigitte Köhnke seit 15 Jahren historische Baustoffe für Denkmalpflege und Sanierung an.
 Wer originale Bauelemente für die Ausstattung eines Altbaus oder einen besonderen Blickfang für einen Neubau sucht, kann hier fündig werden.

Frau Köhnke, welche Baustoffe umfasst Ihr Sortiment?

Wir führen vor allem handgefertigte und maschinell hergestellte Mauerziegel wie Klosterformatziegel, Reichsformatziegel und andere historische Abmaße sowie Tondachziegel wie zum Beispiel Biberschwänze. Eine Auswahl an antiken Böden wie Dielen, Parkett, Fliesen und Terrakotta finden Sie ebenfalls bei uns. Hinzu kommen historische Türen und Fenster, Beschläge und Drückergarnituren, sowie Einzelstücke wie beispielsweise Badewannen, Gitter, Säulen und vieles mehr.
 Die Baumaterialien datieren bis auf wenige Ausnahmen alle aus der Zeit vor 1940.

Eignen sich die vorhandenen Mengen nur für das Auffüllen von Fehlstellen und für kleinere Flächen oder auch für größere Bauvorhaben?

Mauer- und Dachziegel sind in großen Mengen verfügbar. Für das historische Ensemble Kutschpferdestall in Potsdam haben wir zum Beispiel 50.000 Biberschwänze geliefert, für die Remise am Schloß Rheinsberg 18.000 Stück. Zum Verklinkern einer neu gebauten Korn- und Senfmühle im niedersächsischen Oldenburg haben wir 42.000 Reichsformate geliefert. Bei Fliesen sind leider oft keine größeren Mengen vorhanden, mit den antiken Dielen lassen sich aber auch ganze Häuser ausstatten.

In welchem Zustand befinden sich Parkett oder Fliesen, wenn man sie bei Ihnen erwirbt?

Historisches Parkett wird von uns entnagelt und die Federn werden gezogen, so dass es neu verlegt werden kann. Fliesen werden von uns auf Wunsch des Kunden von Mörtelresten gereinigt. Einige Kunden ziehen es aber auch vor, das selbst zu tun.

Kann man Türen und Fenster bei Ihnen in einbaufertigem Zustand erwerben?

Fenster und Türen erhalten Sie bei uns im Fundzustand oder auf Wunsch auch entlackt und geschliffen. Eine aufwendigere Restaurierung, die den ehemaligen Originalzustand wiederherstellt, müsste aber bei einem Fachbetrieb in Auftrag gegeben werden.
Woher beziehen Sie ihre Baustoffe?

Wir werden von Besitzern, Architekten, Bau- und Abbruchfirmen informiert oder stoßen manchmal auch bei unseren Fahrten auf Gebäude, die abgerissen oder saniert werden sollen. Wir bergen die Baustoffe dann selbst bzw. bauen sorgfältig zurück, so dass die Baumaterialien wieder verwendet werden können. Interessant ist es natürlich immer, wenn uns besondere Einzelstücke zum Ankauf angeboten werden.

Wenn Ihre Kunden Sie im Internet finden oder im Urlaub bei Ihnen vorbeischauen, taucht wahrscheinlich die Frage nach dem Transport auf?

Wir fahren die Waren mit unserem Kleintransporter gern zu den Kunden, die in erreichbarer Entfernung wohnen. Für weitere Transporte werden die Baustoffe sicher auf Europaletten verpackt und von einer Spedition abgeholt, mit der wir seit Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Ein solcher Transport ist günstiger als die meisten Kunden denken. Eine Lieferung ins Ausland ist ebenfalls kein Problem.

Historische Baustoffe lassen sich auch in Neubauten einfügen. Dort können Sie ein besonderer Blickfang sein. Haben Sie Erfahrung mit einer solchen Verwendung?

Wir haben Kunden, die beispielsweise ihre neuen Häuser mit historischen Klinkern verkleiden (siehe Titelfoto). Gern genommen werden auch alte Dielen und vor allem historische Türen. Sie geben einem Neubau etwas sehr Individuelles.

Wenn etwas Spezielles gewünscht wird, wie eine Straßenlaterne, ein gusseiserner Brunnen oder ein Jugendstil-Fenster mit Bleiverglasung, können Sie bei der Suche behilflich sein?

Was wir selbst nicht vorrätig haben, finden Sie vielleicht bei einem unserer Kollegen. Als Mitglied im Unternehmerverband Historische Baustoffe e.V. empfehlen wir unseren Kunden, sich auf der Webseite des Verbandes umzusehen. Dort finden Sie viele Angebote und auch Kollegen in ihrer Nähe. Bei einigen Baustoffen, wie beispielsweise Ziegeln, kann dies auch deshalb sinnvoll sein, weil sie sich in ihren Maßen und Formen regional unterscheiden können.
Unter www.historische-baustoffe-brigitte-koehnke.de finden Sie eine Auswahl der angebotenen historischen Baustoffe. Es lohnt sich, telefonisch nachzufragen und öfter mal hereinzusehen, da sich das Angebot ständig ändert und besondere Stücke schnell verkauft sein können.
Fotos: Historische Baustoffe Brigitte Köhnke
13 Feb., 2020
Wird ein Gebäude aus der Gründerzeit oder des Jugendstils renoviert oder saniert, achtet der geschichtsbewusste Eigentümer im besten Falle auf die Erhaltung der alten Böden, entscheidet sich für moderne aber historisch exakte Nachbauten der Fenster, lässt die originalen Türen aufarbeiten und sorgt für die fachgerechte Restaurierung des Stucks. Das schöne stilechte Ambiente der Wohnräume ist perfekt, bis auf die modernen Heizkörper. Ein üblicher Flachheizkörper harmoniert nicht mit dem Jugendstil- oder Gründerzeitcharme eines alten Hauses und dabei wäre eine historisch stilechte Optik durchaus machbar. Es bieten sich zwei Möglichkeiten. Die Suche nach restaurierten Radiatoren der Jahrhundertwende ist lohnenswert, wenn man Wert auf Originalität legt und bereit ist, dafür einen entsprechenden Preis zu zahlen. Kostengünstiger sind moderne Heizkörper, die nach antiken Vorbildern gefertigt werden. Solche gusseisernen Schmuckstücke werden von der Firma IBC Heiztechnik angeboten und sind in verschiedenen Größen und Farben, ganz nach Platzbedarf und Geschmack erhältlich.
13 Feb., 2020
Die Schablonenmalerei ist eine sehr alte Technik, die es ermöglicht, ein Ornament durch exakte Wiederholung zu einem Muster zusammenzusetzen. Bereits in der Antike wurden auf diese Weise Wände verziert und seither setzte man in allen Epochen Schablonen ein, um Innenräume und Fassaden nach dem Geschmack der Zeit zu verschönern. Besonders in der Zeit des Historismus und des Jugendstils wurden Treppenhäuser und Wohnräume prächtig ausgeschmückt. Werden Häuser aus dieser Zeit renoviert, werden oft Reste der ehemaligen Decken- oder Wandbemalung freigelegt. Originale Schablonenmalereien zu erhalten und zu restaurieren ist durchaus lohnenswert. Da sie aber meist unter Tapeten, Putz oder Farbschichten verborgen sind, empfiehlt es sich, bei deren Abtragung sehr vorsichtig zu Werke zu gehen. Sind die oberen Farbschichten neueren Datums, lassen sie sich eventuell vorsichtig abheben oder abbürsten. Schichten aus Leimfarben lassen sich abwaschen. Da aber auch die Schablonenmalereien meist aus Leimfarben bestehen, sollte man vorher testen, ob man diese nicht mit abwäscht. Oftmals ist aber auch der Untergrund in keinem guten Zustand mehr und muss durch Hinterspritzen oder eine Armierung befestigt werden. Wenn die Malereien dann restauriert, ergänzt oder ganz neu aufgetragen werden, sollte unbedingt eine authentische und reversible Farbe, bevorzugt eine Leimfarbe, verwendet werden.
historische Dachziegel aus Ton mit Verzierungen
12 Feb., 2020
Sie möchten einen Altbau sanieren oder suchen einen außergewöhnlichen Blickfang mit Geschichte?
 Dann sollten Sie sich das Angebot eines Spezialisten für historische Baustoffe ansehen. Dieser Sammelbegriff meint Baumaterialien, die aus der Zeit vor 1940 stammen, als noch nicht überwiegend industriell gefertigt wurde.
 Wird ein altes Gebäude umgebaut oder abgerissen, werden die antiken Materialien sorgfältig geborgen.
 Ein Abriss kann dabei nicht mit konventionellen Methoden erfolgen. Es muss ein geplanter und vorsichtiger Rückbau stattfinden, um die Materialien wieder verwenden zu können. Es gibt gute Gründe, diese Baustoffe zu erhalten: sie dokumentieren die handwerklichen Fähigkeiten vergangener Epochen und durch ihren Einsatz können die Bauwerke der Vergangenheit unverfälscht als Zeugen Ihrer Zeit bewahrt werden. Neben der kulturhistorischen Bedeutung darf aber auch der ökologische Aspekt der Wiederverwertung, vor allem im Hinblick auf die Schonung von Naturressourcen nicht übersehen werden, denn es handelt sich zum größten Teil um natürliche Materialien. Oft sind antike Baustoffe den heutigen auch qualitativ überlegen und durch den Umstand, dass sie im Gegensatz zu industriellen Massenprodukten meist reparabel sind, können sie eine sehr viel längere Lebensdauer besitzen.
große Stuckrosette mit Blütenranken und Kronleuchter
12 Feb., 2020
Stuckrosetten an Decken und Stuckleisten an den Wänden werden schon seit Jahren wieder als Ausdruck gediegener Eleganz hoch geschätzt und von Immobilienmaklern als Verkaufsargument für hochwertig sanierten historischen Wohnraum hervorgehoben. Leider wurde der üppige Stuck der Gründerzeit bereits seit den Zwanziger Jahren als dekadent und gestalterisch wertlos betrachtet. Insbesondere bei Mietshäusern galt er als Mittel, die tatsächlichen sozialen Missstände in kleinen dunklen Wohnräumen mit prachtvollem, Wohlstand vortäuschendem Stuck zu maskieren. In den folgenden fünf Jahrzehnten fielen seither deutschlandweit unzählige Fassaden der Entstuckung zum Opfer und auch innerhalb der Wohnräume wurden Stuckverzierungen häufig entfernt. Es schien keine Investition wert, ein aus der Mode gekommenes Relikt des schönen Scheins zu erhalten. Erst in den 1970er Jahren bemühte man sich, die Zerstörung zu stoppen und stellte erste Stuckfassaden unter Denkmalschutz. Heute gilt Stuck in Altbauten wieder als Ausdruck gehobener Wohnkultur. Es ist absolut lohnend, beschädigten Stuck restaurieren zu lassen und fehlende Elemente zu ersetzen, denn Stuck schafft eine außergewöhnliche Wohnatmosphäre. Echtstuckprodukte aus Gips werden in breiter Palette angeboten und eine Nachfertigung beschädigter oder fehlender Stuckelemente durch einen Stukkateur ist problemlos möglich.
Liegestuhl, Deck Chair der Firma Garpa, Entwurf 1952 für das Passagierschiff
von irina.cerchez 12 Feb., 2020
Auf dieser Gartenliege können Sie vom Glamour der Luxusliner der 50er Jahre träumen. Das Original des Deck Chair wurde für die „United States“ entworfen, die das schnellste und luxuriöseste Passagierschiff ihrer Zeit war.
farbige handgemachte Haustüren vom Darß, Darßer Türen von der Kunsttischlerei Roloff
09 Feb., 2020
Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst an der Ostseeküste zwischen Rostock und Stralsund wird eine Tradition gepflegt, die auch nach 200 Jahren noch sehr lebendig ist und sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Jedem Feriengast fallen sie sofort ins Auge: die Darßer Türen. Sie sind der kunstvolle Mittelpunkt vieler Hausfassaden, sie sind bunt und reich mit geschnitzten Ornamenten geschmückt.
 Bereits Ende des 18. Jahrhunderts waren die Türen der Blickfang in den Häusern wohlhabender Bürger. In der Blütezeit der Segelschifffahrt brachten Handel und Schiffsbau viel Geld in die Region. Der neu erworbene Wohlstand wurde gern in eine besonders prächtige Haustür investiert, ein für alle sichtbares Statussymbol. Die massive Konstruktion der Haustüren ist dem rauen Seeklima geschuldet. Die vielen Verzierungen waren aber nicht nur repräsentativer Schmuck, sondern sollten auch Glück ins Haus bringen oder vor Unglücksfällen und bösen Geistern schützen. Vor 200 Jahren waren die Türen nur ein- oder zweifarbig, meist braun oder grün, dafür aber mit bedeutungsvollen Ornamenten überhäuft. Mit den Jahren setzte sich eine buntere Farbgebung durch. Einige Motive die mit der Seefahrt verknüpft sind, wie die Sonne und der Anker, finden auch heute noch häufig Verwendung. Sehr beliebt ist der Tulpenstrauss, der sich aus dem Lebensbaum, einem Symbol für Lebenskraft entwickelt hat. 

Historische Pfingstrose
09 Feb., 2020
Sie bewohnen ein schönes Historismus- oder Jugendstilgebäude und möchten den Garten wieder mit Blumen bepflanzen, die ihn zur Entstehungszeit des Hauses schmückten? 
Auch wenn nicht überliefert ist, wie Ihr Garten um die Jahrhundertwende bepflanzt war, so können Sie sich doch für Arten und Sorten entscheiden, die damals bekannt und beliebt waren. Im 19. Jahrhundert gehörten die Pfingstrosen zu den typischen Gartenblumen, sie waren ein häufiges Motiv in der Malerei und ein Lieblingsobjekt begeisterter Züchter.
 Zu dieser Zeit entstanden viele Sorten, die auch heute noch zu den schönsten zählen. Pfingstrosen gehören zu den ältesten kultivierten Gartenblumen. In China ist sie die Nationalblume und hat eine dreitausendjährige Geschichte. Auch in Europa wurde sie bereits in der Antike als Heilpflanze genutzt und in Gärten angepflanzt. Pfingstrosen können als Solitärpflanze ebenso attraktiv sein wie als Teil einer Gruppenbepflanzung mit anderen Stauden oder Gehölzen. Als Begleitpflanze eignet sich unter anderem die Iris, die wie die Pfingstrose im Mai und Juni blüht und ebenso durchlässigen Boden und viel Sonne liebt. Auch die Iris wurde in der Antike therapeutisch genutzt und war bereits eine beliebte Gartenblume, bis sie im 19. Jahrhundert gezielt gezüchtet wurde. Die Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin in Laufen im Markgräflerland, die ein großes Sortiment an Iris, Pfingstrosen, Taglilien und orientalischen Mohn anbietet, hat eine lange Tradition in der Iris-
Zucht. Unter den 500 Iris- und 200 Pfingstrosensorten der Gärtnerei finden sich viele historische Sorten.

Egg Chair von Arne Jacobsen feiert Geburtstag, Sonderedition von Republic of Fritz Hansen
09 Feb., 2020
Er ist einer der bekanntesten Designklassiker und seit 60 Jahren mit seiner markanten Form ein unverwechselbarer Blickfang: der „Egg Chair“. Arne Jacobsen entwarf ihn 1958 für das von ihm geschaffene SAS Royal Hotel in Kopenhagen.

 Der dänische Möbelhersteller Republic Fritz Hansen feiert das Jubiläum mit einer limitierten Kollektion in den exklusivsten Materialien wie dem Premiumleder PURE, das besonders weich ist, mit den Jahren natürlich nachdunkelt und eine wunderschöne Patina entwickelt. Von besonderer Eleganz ist die Beschichtung des Fußes mit 23-Karat-Gold. Auch die Arne-Jacobsen-Klassiker „Drop“ und „Swan“ feiern ihren 60. Geburtstag und werden von Fritz Hansen ebenfalls in einer Sonderedition angeboten. 

Die drei Design-Ikonen sind zudem noch in vielen anderen Farben mit Stoff- oder Lederbezügen erhältlich.
09 Feb., 2020
Der Gedanke an einen Kachelofen erzeugt wohl bei den meisten Menschen ein wohliges Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Er ist ein Teil der guten alten Zeit, einer Zeit der Gemütlichkeit und des einfachen Lebens.
handgeflochtene Körbe von der Korbmacherei Sell
09 Feb., 2020
Die Herstellung verschiedenster Korbwaren hat eine lange Tradition, gehört doch die Korbflechterei
zu den ältesten Handwerken der Menschheit. Auch wenn Kunststoffe die natürlichen Materialien in unserem Alltag weitgehend verdrängt haben, fasziniert uns ein kunstvolles Flechtwerk aus Weidenruten auch heute noch. Körbe sind vielseitig, praktisch, leicht, stabil und vor allem schön. Ein breites Angebot an geflochtenen Schönheiten bietet die Korbmacherei Sell in Kiel. Der Familienbetrieb fertigt seit 78 Jahren Korbwaren und wird in der 3. Generation von dem jungen Korbmachermeister-Ehepaar Christin und Matthias Sell geführt. Zusätzlich zu ihrem Werkstattladen in Kiel betreiben sie auch eine Werkstatt im Freilichtmuseum Molfsee und lassen dort unter den Augen der interessierten Zuschauer Körbe in traditioneller Handarbeit entstehen.

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